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Wörterbuch: G

Gen:
Grundeinheit der Erbinformation; ein Stück DNS (Desoxiribonukleinsäure), das den genetischen Bauplan für Merkmale enthält, die wiederum z.B. das Aussehen einer Person bestimmen. Jedes Gen befindet sich auf einem bestimmen Ort auf einem Chromosom. Es ist die grundlegende funktionelle Einheit der Vererbung. Ein Gen ist eine geordnete Sequenz von Nukleotiden an einem bestimmten Platz auf einem bestimmten Chromosom, die ein spezifisches funktionales Produkt (d.h. ein Protein oder RNS-Molekül) kodiert.

Gene dienen der Zelle als Muster für die Herstellung von Proteinen. Wenn Proteine von der Zelle gemäß dem Genmuster hergestellt werden, nennt man dies „Ausstoß des Gens“. Einige Gene werden ständig ausgestoßen, andere nur zu bestimmten Zeiten.

Genetisch:
Das Gen betreffend, vom Gen verursacht, z.B. wird eine genetische Krankheit durch ein verändertes Gen verursacht .

Genausstoß:
Der Prozess durch den genetisch kodierte Informationen in die vorhandenen Stukturen umgewandelt werden und in der Zelle aktiv werden. Ausgestossene Gene umfassen diejenigen, die in Boten-RNS transkribiert sind und dann in das Protein übertragen werden und diejenigen, die in RNS transkribiert sind, jedoch nicht in Proteine übertragen werden (z.B. übertragene und ribosomale RNS).

Genausstoß beginnt im Zellkern, wo das Gen als „Boten-RNS“ kopiert wird. Dieser Prozess wird „Transkription“ genannt. Die Boten-RNS ist kompakter als das ursprüngliche Gen („DNA“) und kann den Zellkern durch Poren verlassen, die sich öffnen, um es in den Hauptteil der Zelle (das „Zytoplasma“ oder die „Suppe“) zu entlassen. Sobald sie einmal in der Suppe ist, arbeitet die Boten-RNS mit Proteinen, genannt „Ribosomen“. Sie verhalten sich wie Fließbandarbeiter und fügen Aminosäuren wie Perlen an eine Kette in das nach dem ursprünglichen Gen hergestellte Protein.

Gen-Knockout:
Spezifischer Angriff auf ein Gen durch homologe Rekombination, normalerweise bei Mäusen. Oftmals angewendet, um einen kompletten spezifischen Funktionsverlust eines Gens zu bewirken. Vgl. transgene Mäuse.

Genprodukt:
Das biochemische Material, entweder RNS oder Protein, welches aus dem Genausstoß entsteht. Die Menge des Genproduktes dient als Maß für die Aktivität eines Gens; abnorme Mengen können zu krankheitsverursachenden Allelen in Beziehung gesetzt werden.

Genetischer Code:
Die Sequenz von Nukleotiden, kodiert in Dreierreihen (Codonen) entlang der Boten-RNS, die diese Sequenz von Aminosäuren bei Proteinsynthese bestimmt. Die DNA-Sequenz eines Gens kann zur Vorhersage der Boten-RNS-Sequenz verwendet werden. Umgekehrt kann der genetische Code zur Vorhersage der Aminosäuren-Sequenz verwendet werden.

Genotypisierung:
Bestimmung der Gesamtheit der Erbanlagen eines Organismus.

Ganglioside:
Ein Sphingolipid mit angefügtem Zucker.

Glykolipid:
Ein Lipid mit angefügtem Zucker.

Glykoprotein:
Ein Protein mit angefügtem Zucker.

GM2 und GM3:
Einfache Ganglioside, die als Bausteile für komplexe Ganglioside dienen.

Golgi-Apparat:
Eine Organelle, die aussieht wie ein Stapel von Membranen. Enthält Enzyme, die Zucker zu Proteinen und Lipiden hinzufügen. Enthält auch andere Proteinmodifikationsenzyme. Das Nachspeisebüffet der Zelle.


Glukozerebrosid:
Fettbestandteil, der aus den Membranen (Zellwänden) verbrauchter roter und weißer Blutzellen stammt.

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